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    Posted on April 28th, 2010

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    Ferrari Enzo

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    Neulich an der Ampel hörte ich es plötzlich tief und satt hinter mir röhren. Kein Hirsch oder eine Politesse mit Namen Wolfgang schob sich an mich heran, sondern einer dieser flachen roten Boliden aus Italien (der mit dem sich Pferd). Natürlich musste ich gucken. Der Fahrer nebst blonder (!) Begleitung sah natürlich jung und erfolgreich aus. Sakko über blauen Hemd, die obersten zwei Knöpfe geöffnet. Vermutlich Werber oder Inhaber einer erfolgreichen Internet-Butze. Klischee erfüllt. Ebenfalls, weil die neben mir an der Ampel stehende Frau plötzlich einen Schritt zurück ging, um besser in das geöffnete Fenster gucken zu können. Nein, sie leckte sich nicht über ihre roten Lippen (Klischee nicht erfüllt).

    Auf den letzten 500 Metern zur Arbeit – und auch auf dem Heimweg – gingen mir als Opel-Fahrer einige Dinge durch den Kopf. Sollte ein Auto zu mehr als Fahren und dem Transportieren von Billy-Regalen gut sein? Ein Experiment sollte dies beweisen. Also am Abend nach Anbietern von Sportwagen recherchiert. Bei “Sportwagen selber fahren” wurde ich fündig. Ich entschied mich natürlich für das selber fahren und nicht für das „ich sitze als männliches Groupie neben den Fahrer-Angebot“. 30 Minuten sollten erst mal reichen, bin ja eigentlich ein sparsamer Mensch.

    Also. Treffpunkt, Einweisung, sanftes Anfahren. Geht doch!
    Vorfreude auf die nächste Ampel. Grün! Also weiter! Hoffentlich kommt jetzt kein Blitzer, bereits im ersten Gang reiße ich permanent die Geschwindigkeitsbegrenzung. Die nächste Ampel. Rot! Klasse!
    Tatsächlich geht eine Frau mit ihrem kleinen Sohn über die Straße. Er bleibt stehen und zeigt mit dem Finger auf mich. Ok, das geht besser, z.B. als ich auf einer langen Gerade einen Golf überhole und es keiner Wagt mich zu überholen, auch, als ich zum Spaß nur 60 KMH statt der möglichen 80 fahre. Ich bin hier der Chef (naja, zumindest noch 15 Minuten). Der kurze Abstecher auf die Autobahn ist waaaaahninnig (meiner ist 50 Zentimenter lang!!)

    Zielgerade, noch 50 Meter, langsam, jetzt rechts ran. Mein Instructor und ich steigen aus. Und endlich, da steht sie, blond und ganz dem Klischee entsprechend. Als ich mich locker über das Autodach lehne und mein Beifahrer sagt, „Na, für das erste Mal ging’s gar nicht schlecht“ war aller Zauber verflogen. Ich hätte die 60 Minuten nehmen sollen.

    Bildquelle: Flickr Foto von tonysphotos unterliegt den Creative Commons

    This entry was posted on Mittwoch, April 28th, 2010 at 12:40 and is filed under Aktuelles. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
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